Sonntag, 06. April 2008, Christoph Ertl
Dass man heutzutage eine private Homepage hat ist ja nicht mehr ungewöhnlich. Was mich aber besonders freut ist, dass mein Vater mit über 70 Jahren auch eine Homepage möchte.
Immerhin hat er einige Jahrzehnte als Maler sein Privatleben bestritten und die Kunstwerke wollen ja auch präsentiert werden. Neben den Ausstellungen, die er immer wieder macht, ist natürlich das Internet ideal. Und mit dem Computer und somit auch dem Internet beschäftigt er sich ja ohnehin.
Nach einigen Abenden mit Diskussionen und Anregungen ist seine Seite jetzt online.
Die Auswahl des CMS
Um die Seite zu realisieren und weiterhin auch pflegen zu können sollte natürlich ein CMS her. Aber welches? Folgende Anforderungen standen bei der Wahl im Vordergrund:
- Klare Trennung von Inhalt und Präsentation
- Einfache Handhabung für denjenigen der den Inhalt pflegt
- Einfache Korrektur der Struktur und Präsentation über das Internet (verteiltes Arbeiten)
- kostenlos
Punkt 1 sollte implizit klar sein wenn man von einem CMS spricht, darum habe ich mich also vorerst gar nicht gekümmert. Aufgrund Punkt 2 war die Idee eines Clientseitigen CMS naheliegend auch wenn das Punkt 3 eigentlich ausschließt. Aber strukturelle Änderungen sind ja nur im Vorfeld zu erwarten und bei einer privaten Seite keine Sache die sofort erledigt werden muss.
Clientseitiges CMS
Ein clientseitiges CMS kann von der Usability her am besten mit der von anderen Programmen gewohnten Oberfläche und der damit verbundenen Interaktion aufwarten.
Nachdem ich mir etliche dieser Programme angesehen habe, bin ich zu der Überzegung gelangt, dass zumindest in diesem Fall die Nachteile (lokales Bearbeiten der Struktur) nicht durch die Vorteile (komfortableres UI) aufgewogen werden.
Serverseitiges CMS
Damit bleibt nur die Variante des serverseitigen CMS. Für den Umfang der Seite vielleicht ein wenig überdimensional. Aber immerhin kann man den Vorteil der Dynamik dann ja auch nutzen.
In diesem Bereich habe ich mich nicht mehr umgesehen, weil ich dbzgl. schon vor langer Zeit die Wahl getroffen hatte. Und zwar für
Umbraco.
Umbraco
Die Wahl auf Umbraco fiel damals aus folgenden Gründen:
- Die Oberfläche zur Verwaltung und auch zur Pflege der Inhalte ist dank AJAX bereits sehr komfortabel.
- Klare und einfache Struktur der Oberfläche bzw. dem zugrundeliegenden Konzept.
- Das System ist extrem flexibel. Eine klare Trennung zwischen Struktur und Inhalt mit zusätzlicher Möglichkeit verschiedene Präsentatoren (Templates) zu verwenden und diese auch zu verschachteln.
- Ist in Microsoft .NET realisiert und verwendet den Microsoft SQL Server, was meinem gewohnten Arbeitsumfeld entspricht und mir als Software Entwickler somit sehr entgegenkommt. Obwohl ich bis dato keine Notwendigkeit hatte, diese Tatsache für mich zu nutzen. Ich konnte bisher alles mit den Bordmitteln des Systems und extra Packages lösen.
Beim Realisieren der Webseite war ich dann erneut begeistert wie einfach und schnell das mit Umbraco umgesetzt werden konnte.
Für die Grundstruktur habe ich vielleicht 25 Minuten benötigt. Die Details beim Design sind da eher ein Aufwand, aber das hat ja nichts mit dem CMS zu tun.
Es gibt - wie soll es anders sein - eine unüberschaubare Menge an CMS am Markt, die sich in unterschiedlichsten Kritieren unterscheiden. Die Wahl ist da sicherlich nicht einfach. Da sollte im Vorfeld auch sehr genau definiert werden, was das System leisten soll und welche Anforderungen in Zukunft zu erwarten sind. Zum Vergleich der Systeme gibt es verschiedene Websites allerdings sollte auf jeden Fall deren Aktualität der Informationen überprüft werden.